„Nahe sein in schwerer Zeit“

Grundkurs Begleitung in der letzten Lebensphase

Kurzbeschreibung

Die Begegnung mit schwer kranken und sterbenden Menschen erfordert Respekt, Offenheit und Einfühlungsvermögen. Der Grundkurs möchte entdecken helfen, wie wir für Menschen am Ende ihres Lebens da sein können. Der Kurs bietet Gelegenheit, sich mit der eigenen Sterblichkeit, mit dem Tod und mit dem Abschied auseinander zu setzen. Sie lernen die Wünsche und Anliegen schwer kranker Menschen wahrzunehmen und achten dabei auf Ihre eigenen Grenzen.

 

Zielgruppen

  • Freiwillige
  • Personen, die in ihrem persönlichen Umfeld einen Menschen begleiten
  • Personen, die sich auf die Begleitung eines nahestehenden schwerkranken Menschen vorbereiten möchten
  • Personen, die sich vertieft mit Sterben und Tod auseinander setzen wollen
  • Personen aus pflegerischen, sozialen und seelsorgerischen Berufen
  • Weitere Interessierte

 

Veranstalter

Die Fachstelle BILL organisiert den Kurs zusammen mit den lokalen Pfarreien bzw. Kirchgemeinden.

Haben Sie als Pfarrei, Gemeinde oder Institution Interesse an einem Kurs? Bitte nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf: info@bill-sg.ch.

 

Ziele (werden je nach Kurssituation adaptiert, siehe unten)

Die Teilnehmenden …

  • lernen die Grundlagen von Palliative Care kennen
  • setzen sich mit gesellschaftlichen und persönlichen Aspekten des Sterbens auseinander
  • kennen die Grundsätze im Umgang und der Kommunikation mit Sterbenden
  • kennen psychosoziale und spirituelle Bedürfnisse von Sterbenden
  • kennen ihre eigenen Grenzen und Ressourcen
  • setzen sich mit der Belastung und den Bedürfnissen von Sterbenden und Angehörigen auseinander
  • kennen den Prozess des Trauerns und Abschiednehmens
  • erlernen einfache Stressbewältigungsübungen

 

Pädagogische Orientierung

Ansätze der Erwachsenenbildung, Lernen in Gruppen und nach Lernzielen: interaktiver Ansatz, Selbstlernaktivitäten; Referate, Einzel- und Gruppenarbeiten, Fallbeispiele, Analyse schriftlicher Unterlagen, Rollenspiele, Film, praktische Übungen, Erfahrungs- und Erlebnisaustausch

 

Kursleitung

Urs Winter-Pfändler ist Theologe und Psychologe. Er setzt sich seit vielen Jahren mit Fragen der Religion angesichts von Krankheit, Trauer und Tod auseinander. Praktische Erfahrung mit Menschen in der letzten Lebensphase sammelte er während seiner Tätigkeit als Seelsorger in der Pfarrei. Je nach Bildungsbaustein werden externe Referent(innen) beigezogen.

 

Bildung im Baukastenprinzip

Der Kurs ist modular aufgebaut. D.h. das Kursprogramm kann an die Bedürfnisse der Pfarreien oder Gemeinden angepasst werden. Beispielsweise kann das Themenfeld religiös-spirituelles Begleiten im Rahmen eines Kurses für Krankenkommunionhelfer(innen) vertieft werden, während ein Kurs für allgemein Interessierte die einzelnen Themenfelder überblicksmässig behandelt. Auch die Kurslernzeit lässt sich je nach Situation und Bedürfnisse vor Ort anpassen.

Haben Sie als Pfarrei, Gemeinde oder Institution Interesse an einem Kurs? Bitte nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf: info@bill-sg.ch

 

Derzeit werden folgende Bildungsbausteine entwickelt:

Aktuelle Kurse

2018

Kurs „Nahe sein in schwerer Zeit“ in Bronschhofen
am 24. Nov. und 1. Dez. 2018

Der Kurs findet an zwei Samstagen (9h00-16h30) statt (Mittagspause: 12h00-13h30).
Kursort ist das Pfarreiheim Bronschhofen, Bahnhofstrasse 7, 9552 Bronschhofen

Kursflyer Online-Anmeldung

2019

Kurs „Nahe sein in schwerer Zeit“ in St. Gallen
am 18. und 25. Mai 2019

Der Kurs findet an zwei Samstagen (9h00-16h30) statt (Mittagspause: 12h00-13h30).
Kursort ist das evang.-ref. Kirchgemeindezentrum Heiligkreuz, Lettenstrasse 16, 9008 St. Gallen

Kursflyer Online-Anmeldung

Kurs „Nahe sein in schwerer Zeit“ in Wattwil
am 16. und 23. November 2019

Der Kurs findet an zwei Samstagen (9h00-16h30) statt (Mittagspause: 12h00-13h30).
Kursort ist das katholische Pfarreiheim, Grüenauweg 4, 9630 Wattwil

Kursflyer

Kurzbeschreibung

Wie hat sich das Sterben in den vergangenen Jahren verändert? Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmen die letzte Lebensphase und was bedeutet Palliative Care? Neben der Auseinandersetzung mit persönlichen Erfahrungen rund um das Thema Sterben, Tod und Trauer (Biografiearbeit) werden Fragen rund um Palliative Care thematisiert.

Kurzbeschreibung

Welche religiös-spirituelle Bedürfnisse haben Schwerkranken und ihre Angehörige? Und welche Rolle spielt die Religiosität im Umgang mit einer schweren Erkrankung oder der Trauer? Die Teilnehmenden setzen sich im Baustein 4 zudem mit dem religiös-spirituellen Begleiten (inkl. Ritualen) und mit christlichen Jenseitsvorstellungen auseinander.

Kurzbeschreibung

Was heisst Sterben und welche körperlichen Symptome und Beschwerden haben Sterbende? Neben der Auseinandersetzung mit diesen Fragen lernen die Teilnehmenden einfache pflegerische Massnahmen wie Mikrolagerung oder Mundpflege kennen.

Kurzbeschreibung

Fragen rund um die aktive Sterbehilfe werden derzeit rege diskutiert? Welche ethischen Fragen und Argumentationslinien prägen diese Diskussionen? Und wie sieht eine Patientenverfügung aus? Neben diesen ethischen und rechtlichen Aspekten behandelt Baustein 5 auch die Frage, was passiert, wenn ein Menschen gestorben ist (Abläufe, praktische Infos rund ums Sterben und Bestattung).

Kurzbeschreibung

Gespräche führen, aktiv Zuhören und auf psychosoziale Bedürfnisse Eingehen steht oft im Zentrum der Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen. Die Teilnehmenden lernen Kommunikatonsmodelle, Gesprächskiller und hilfreiche Aspekte der Gesprächsführung kennen. Daneben setzten sie sich mit Fragen der Sterbephasen, der Trauer- und Krisenbegleitung auseinander.

Kurzbeschreibung

Was wird von Engagierten in einem Hospiz- oder einem Entlastungsdienst erwartet? Welche Rolle und Aufgaben sind vorgesehen und wo liegen die Grenzen einer Begleitung? Und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit und die Vernetzung mit den professionellen Gesundheitsfachpersonen? Schliesslich: Was bedeutet Qualitätssicherung und wie erfolgt eine gute Übergabe zu nächsten Einsatzleistenden? Neben der Thematisierung dieser Fragen setzt das Modul auf die „Selbstpflege“ und dem achtsamen Wahrnehmen der persönlichen Grenzen.